Unsere erste Kreuzfahrt mit der MS Albatros zu den nordischen Weihnachtsmärkten

Unsere erste Kreuzfahrt machten wir mit der MS Albatros, bekannt aus „Verrückt nach Meer“ zu den nordischen Weihnachtsmärkten vom 28.11.2018 – 05.12.2018. Mit diesem sehr schönen alten Kreuzfahrtschiff macht eine Kreuzfahrt wirklich Spaß. Das Motto könnte auch „Eine Schlemmer Reise in den Norden“ lauten.

Koffer Packen war angesagt. Eine Tätigkeit welche uns eigentlich sehr fern ist, fahren wir doch überwiegend mit dem Reisemobil bzw. seit 2018 mit dem PKW und Wohnwagen im Schlepptau in den Urlaub. Diesmal sollte es eine, angesteckt durch die Fernsehsendung „Verrückt nach Meer“ mal eine Kreuzfahrt werden. Diese fahrenden Hochhäuser kamen für uns nicht in Frage. Viel zu viele Menschen und zu wenig Ruhe.

Da kahm uns das Konzept des Reiseanbieters gerade recht. Auch wenn hier überwiegend doch ältere Reisende unterwegs sind und dadurch auch das Angebot an Bord eher für diese Reisegruppe ausgelegt ist, fanden wir das aber für uns doch besser/passend.

Da wir nicht wussten wie das Wetter nun wirklich werden sollte mußte also dann doch mehr in den/die Koffer als uns lieb war. Der Feine Zwirn für einen Galaabend mußte ja auch noch mit.

Wir entschieden uns also für den Anfang zu einer eher kurzen Reise und somit für die Winterliche Reise mit diesem Anbieter zu den Nordischen Weihnachtsmärkten vom 28.11.2018 bis zum 05.12.2018 mit der MS-Albatros.

Also starteten wir unsere Reise am Bahnsteig unseres Heimatbahnhofes und warteten auf die Bahn in Richtung Frankfurt Main Hbf.

Angekommen in Frankfurt hatten wir noch etwas Zeit bis unser Zug mit etwas Verspätung eintraf. Schon am Bahnsteig begegneten uns einige Fahrgäste mit Kofferanhängern unseres Reiseanbieters. Ob die wohl auch auf die MS-Albatros wollen? Da wir Plätze am Fenster mit Tisch reserviert hatten, konnten wir entspannt den Zug betrehten.

Entspannt trafen wir gegen 15 Uhr recht pünktlich in Hamburg Altona ein. Da wir im fast letzten Wagen saßen, mußten wir recht lange über den Bahnsteig bis ins Terminal laufen. Wir gingen dann zum Busterminal und fuhren mit der Linie 111 direkt bis vor das Kreuzfahrterminal Altona. Dort wartete auch schon die MS-Albatros auf uns. Als erstes mußten wir unsere Koffer vor dem Terminal zur Einschiffung abgeben.

MS-Albatros beim Loading

Im Terminal selbst warteten bereits viele Hundert Gäste auf Einlass. Wir waren etwas überrascht von dem scheinbaren Chaos und Trubel beim Eincheckvorgang. Die Anmeldung und Ausgabe der Bordausweise ging recht zügig vorran. Jedoch die Sicherheitskontrollen dauerten dann etwas länger. Nach ca. 1 Stunde waren wir dann an der Reihe. Danach ging es erst mal zum Bilder machen und Sektempfang, weiter über die Gangway ins Schiff, brachte uns dann eine Servicekraft des Reiseanbieters in unsere Suite auf Deck 7. Die Koffer standen schon vor der Tür.

Cruise Terminal Altona

Unsere Suite 7041 auf Deck 7

Wir waren dann doch überrascht von der angenehmen größe unseres Zimmers. Einzig das zischen der Klimaanlage störte etwas, was uns dann auch des Nachts öfters den Schlaf rauben sollte. Ist halt ein altes Schiff. Nach einer Stärkung am Kuchenbuffet und reichlich Kaffee gings erst mal auf Schiffserkundung. Das erste Abendessen war dann der Kracher. 4 Gänge Menü nach Wahl. Sehr lecker. An unserem 8ter Tisch am Fenster lernten wir dann auch sehr nette Mitreisende kennen mit denen wir viele schöne Abende in diversen Bar’s ausklingen liesen. Generell war die Zusammenstellung der Tischgäste gut gelungen.

 

 

 

 

 

 

Beispielhaft was es so gab: Vorspeise/Hauptgang/Nachspeise

Pünktlich gegen 23 Uhr legten wir ab in Richtung Nord-Ostsee Kanal. Leider durfte zu dieser späten Stunde kein Schiffshorn mehr betätigt geschweige denn die bekannte Auslaufmelodie gespielt werden. Wiederholt haben sich wohl Anwohner beschwert. Ist auch verständlich zu so später Stunde. Gegen 12 Uhr vielen wir dann ins Bett. Leider war die Nacht recht unruhig. Das ständige Brummen im Schiff und die Klimaanlage waren schon sehr störend. Beim nächsten mal besser Oropax mitnehmen.

Am nächsten Morgen Nord Ostsee Kanal

Nord Ostsee Kanal am nächsten Morgen

Der erste Morgen auf dem Schiff begann mit einem entspannten leckeren Frühstück. Das ist einfach klasse. Könnte man so jeden Tag haben. Danach ging es auf’s Promenadendeck zum Bilder machen. Wir befanden uns ja noch im NOK. Gegen Mittag erreichten wir dann die Schleuse bei Kiel. Nach ca. 1/2 Stunde waren wir durch und die Fahrt ging diesmal mit Horn und Ausfahrtmusik Richtung Göteborg weiter.

Einfahrt in die Schleuse bei Kiel gegen Mittag

Man muß schon sagen, dass auf einer Kreuzfahrt das Essen wohl das wichtigste Event des Tages ist und das gleich vielfach. Frühstück, Frühschoppen, Mittagessen, Kaffetafel, Abendessen, Mitternachtssnack usw. Wenn das alles nicht so lecker und verführerich wäre könnte man ja leicht darauf verzichten (auf einige Malzeiten jedenfalls), aber man kann ja auch mal 7 Tage sündigen.

Am Ende der Reise hatte ich wirklich ca. 3 KG zugelegt. Das war es aber wirklich Wert. Am Abend waren wir mit unseren Tischnachbarn regelmäßig in Harrys Bar. Dort konnte man dann ab 10 Uhr den leicht wieder aufkommenden Hunger mit kleinen Leckereien stillen. Die Longdrinks waren auch sehr lecker und nicht all zu teuer. Das Essen ist ja inkl. Tischwein immer im Preis inbegriffen.

Die 2. Nacht war ähnlich der 1. dazu kam noch das heftige Geschaukel wo nachts dann einige Dinge durch’s Zimmer flogen und eine nicht schließende Schublade ständig auf und zu flog.

Göteborg

Anlegestelle Göteborg

Unser erster Stop war in Göteborg. Das Wetter war trüb aber trocken. Die nähe zur Stadt erlaubte es uns am Nachmittag, nach unserer Stadtrundfahrt, nochmal zu Fuß die Altstadt Haga zu besuchen. Dort konnten wir dann auch mal in einem Kaffee die Typischen Zimtschnecken kosten. Sehr lecker zusammen mit einer Tasse Kaffee. Bei zunehmender Dunkelheit ging es dann zurück zum Schiff noch ein kleines nachmittags Nickerchen halten.

Altstadt Haga Göteborg

Gegen 22 Uhr ging es dann weiter Richtung Kopenhagen. Die Nacht war vom Schaukeln ruhiger aber nach wie vor unruhig wegen der bekannten Nebengeräusche. Leider war auf dieser Reise auch unsere Toilette mehrmals verstopft, trotz vorschriftsmäßiger Nutzung.

Kopenhagen

Am nächsten Morgen legten wir pünktlich gegen 10 Uhr an der Pier Langelinie an. Die die ersten Landausflüge bereits um kurz vor 13 Uhr starteten gab es bereits ab 11:30 Uhr Mittagessen. Wir starteten unsere Rundfahrt gegen 13:30 inkl. anschließender Boot’s-Fahrt durch die kopenhagener Kanäle. Am späten Nachmittag kerten wir dann zum Schiff zurück als es bereits dunkel war.

Schloß Amalienborg
Kleine Meerjungfrau
Abendstimmung am Pier Langelinie

Am Abend wurde uns dann noch ein Ständchen von den „Pigegarden Elsinore Girls“ auf der Pier vorgetragen. Sie spielten eine geschlagene Stunde bei der Kälte für uns auf. Klasse gemacht. Dann ging es gegen 22 Uhr weiter Richtung Rostock/Warnemünde.

Rostock/Warnemünde

Pünktlich um 09:00 Uhr legten wir an der Pier in Warnemünde an. Die Nacht verlief wie die vorherige für uns zu laut. Nach ausgiebigem 1. Advent’s Frühstück machten wir uns langsam fertig für unsere Stadtrundfahrt mit anschließendem Weihnachtsmarkt Besuch. Leider fing es ausgerechnet während dem Besuch des Weihnachtsmarktes an zu regnen. Wir hatten aber bereits mit Regenschirmen vorgesorgt. Zurück am Schiff begaben wir uns sogleich zur Adventlichen Kaffeestunde mit allerlei Leckereien. Das festlich geschmückte Buffet lud ein dann doch wieder mehr zu Essen als nötig.

Weihnachtsmarkt Rostock
Eisskulptur 1
Eisskulptur 2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weihnachtsbuffet 1.Advent

Am Abend waren wir dann persönlich zu einem Kapitäns Empfang mit Cocktail geladen. Hier stellten sich die Cheffs der Reise persönlich vor und man konnte auch die ein oder andere Frage stellen. Anwesend waren Kapitän Michael Kugelmann, Hoteldirektorin Maria Zelenka, Kreuzfahrtdirektor Joachim Liemberger, Kapitän O. Jarle Flatebö hatte das Kommando ja bereits an den jungen Kapitän M. Kugelmann abgegeben.

Vorstellung der Chefetage

Wie wir später erfuhren, war auch die Gattin von Kapitän Hansen mit einer Reisegruppe aus Österreich an Bord. Eigentlich sollte ihr Mann auf der MS-Albatros diese Reise als Kapitän begleiten. Er musste allerdings einen anderen Kapitän auf einem anderen Schiff vertreten.

Wismar


Am Morgen des 3.12.18 ging es um 06:00 Uhr weiter nach Wismar wo wir um 12 Uhr bei schönstem Wetter am Pier im alten Hafen fest machten. Fußläufig ideal für einen Besuch der Altstadt. Nach dem Mittagessen machten wir und auf in die Altstadt zum Weihnachtsmarkt. Wir waren schon einmal vor ca. 12 Jahren in Wismar. Hier hat sich in der Zwischenzeit sehr viel verändert.

Altstadt Wismar
Weihnachtsmarkt Wismar

Da es um 11:30 auf dem Lidodeck Grünkohl gab wurde das Mittagessen bereits als Brunch um 10:30 serviert. Nach dem Grünkohl ging es mir dann nicht so gut (alles viel zu Fett). Als ich dann noch auf dem Weihnachtsmarkt Mutzen gegessen habe, gab mir das den Rest und ich verzichtete auf die Kaffeestunde sowie auf das Abendessen. Am nächsten Tag war wieder alles gut.

Gegen 20 Uhr legten wir am Pier in Wismar ab für unseren letzten Seetag in Richtung Hamburg Altona. Am Morgen waren wir schon im NOK unterwegs und nur noch ca. 3 Stunden vor der Schleuse in die Elbe.

Am nächsten Mittag

Am nächsten Mittag gab es zum Abschluss noch einen Bayrischen Frühschoppen inkl. Freibier. Es gab Spanferkel und viele weitere bayrische Schmankerl.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hamburg Altona

Leider ging auch diese wirklich schöne Reise zu Ende. Am späten Nachmittag des 04.12. legten wir bei Sonnenuntergang am Cruise Center Altona das letzte mal an.

Containerhafen Hamburg bei Sonnenuntergang

Am 05.12.18 war es dann soweit. Nach dem Frühstück wurde der letzte Koffer gepackt und es ging zurück in die Heimat. Leider hatte unser Zug über 90 Minuten Verspätung und so trafen wir gegen 18 Uhr endlich wieder zu Hause ein.

Unser Fazit:

2020 werden wir schon die nächste Reise, diesmal mit der MS Artania buchen. Eine Reise nach Norwegen ebenfalls wieder 7 Tage. Länger ist uns dann zu lange und zu teuer. Auf bald.

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